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Aachen. Zwei Vertreter aus dem chinesischen Ningbo waren in Aachen und haben der Kaiserstadt zwei steinerne Löwen übergeben. Die Stadt Aachen möchte da nicht nachstehen und ihrer 5,5 Millionen Einwohner zählenden Partnerstadt ein Pferd für ihren Aachen-Park schenken. Dank ihres guten Beitrags zur WorldHorseParade wurde die Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg ausgewählt, um dieses Geschenk zu gestalten. Unter vielen eingereichten Beiträgen haben die Städtepartnerschaft und die Stadt den Entwurf des Studenten Christian Drossbach auserkoren.Während das vor gut 100 Jahren errichtete steinerne Reiterstandbild Friedrich II. auf dem Aachener Kaiserplatz auf einem Sockel von oben hinunterschaut, befindet sich das Aachen-Pferd von Christian Drossbach auf Augenhöhe mit den Passanten. Es trägt die Farbe oxidierter bronzener Denkmäler und scheint gerade von seinem Denkmalsockel heruntergesprungen zu sein. Damit knüpft der Schöpfer an Rodins Bürger von Calais an, die erstmals ohne Sockel gearbeitet wurden.Drossbach geht im Sinne zeitgenössischer Skulptur einen Schritt zur aktiven Skulptur. Aufgebäumt, mit der Reichskrone im Maul, krönt das Aachen-Pferd jeden Besucher, der sich unter die Reichsinsignie stellt. Das Denkmal leistet mit seiner eigenen Umkehrung das, was ein Erinnerungsmal leisten sollte: Es steht für einen Prozess, nicht für sprachlose Bewunderung. Eine Ausstellung aller entstandenen Wettbewerbsbeiträge der Akademie für Handwerksdesign für das Aachen-Pferd ist während der Weltreiterspiele noch bis zum 3. September im Bürgerzentrum am Katschhof geöffnet.
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